FAQ

Allgemein

Ihr könnt von fast überall aus am Jota und Joti teilnehmen. Wenn ihr zelten möchtet, denkt daran dass es im Oktober nachts schon etwas kälter werden kann. Viele elektrische Geräte kommen dann mit der Kälte und Feuchtigkeit in Zelten nicht gut zurecht. Hier kann es helfen, sie auch über Nacht zu betreiben und oder das Zelt mit einer Gasheizung zu beheizen. Oder ihr nutzt einfach ein beheiztes Haus.

Ihr braucht auf jeden Fall genügend Tische und Sitzplätze für alle Teilnehmer*innen. Wenn ihr nicht nur wenige Stunden teilnehmen wollt, plant einen Platz zum Essen und evtl. auch Kochen ein.

Wenn ihr über Nacht am joti-jota teilnehmen wollt, denkt an ausreichend Schlafplätze für alle Teilnehmer*innen. Auch wenn viele vorhaben „die Nacht durchzumachen“: viele schaffen es dann doch nicht. Und einschlafen auf der Tastatur ist keine gute Idee.

Daneben braucht ihr vor Ort für die Teilnahme am joti eine Internetanbindung. Für die Teilnahme am jota müssen dagegen Antennen aufgebaut werden. Wenn ihr keinen It-ler im Stamm habt und noch auf der Suche nach Funkamateuren seid, den Ort aber schon festlegen müsst, haben wir ein paar Anhaltspunkte für euch:

Wie schnell euer Internetanschluss sein muss, hängt davon ab wie viele Teilnehmer*innen ihr seid und wie euer persönliches Programm aussieht. Grundsätzlich gilt, dass der Anschluss umso schneller sein muss, je mehr Teilnehmer*innen ihr habt. Außerdem müssen für Video(konferenzen) sehr viele Daten, zum Surfen immer noch einige Daten und für Techniken wie IRC und Teamspeak nur sehr wenig Daten übertragen werden.

Wenn ihr 20 Teilnehmer*innen habt, wären 50 Mbit/s pro Sekunde gut. Damit könnt gleichzeitig surfen, euch im IRC oder per Teamspeak austauschen und einzeln an Videokonferenzen teilnehmen. Mit 16 Mbit/s solltet ihr aber weniger surfen, euch Videos mit der ganzen Gruppe anschauen und auch mit der ganzen Gruppe gemeinsam an Videokonferenzen teilnehmen. Bei langsamen Internetanschlüssen kann es auch helfen, wenn ihr euer euer eigenes Video in Videokonferenzen ausschaltet. Wenn ihr sogar nur 2 Mbit/s zur Verfügung habt, könnt ihr mit so vielen Teilnehmer*innen eigentlich fast nur noch IRC nutzen. Alles weitere macht damit keinen Spaß mehr.

Um die Geschwindigkeit eures Anschluss zu messen, verbindet euch einfach mit dem WLAN (wenn es keines gibt, könnt ihr natürlich auch ein LAN-Kabel in euren Laptop einstecken) und ruft die Seite fast.com auf. Dann wird euch die Geschwindigkeit angezeigt.

Euch steht kein WLAN zur Verfügung? Dann schaut mal, ob euer Handy vor Ort eine LTE-Verbindung hat und wie schnell diese ist. Wenn die Geschwindigkeit ausreicht, könnt ihr je nach Anzahl der Teilnehmer und eurer Möglichkeiten mit eurem Handy, einem Tablet oder Notebook oder einem speziellen LTE-Router allen Teilnehmer*innen ein WLAN zur Verfügung stellen. Bedenkt aber, dass euer Datenvolumen dabei sehr schnell aufgebraucht sein kann. Rechnet pro Tag und Teilnehmer mit 1 Gigabyte, je nach Nutzung kann es aber auch deutlich mehr (z.B. viele Videos) oder weniger (z.B. nur IRC-Chat) sein. Bei vielen Providern gibt es auch spezielle Datentarife, die dann nicht zu Lasten eures normalen Datenvolumens gehen.

Noch ein Tipp zum Schluss: Ihr solltet auf jeden Fall vermeiden, über LTE oder ein langsames WLAN Programme herunterzuladen oder Updates zu installieren. Hier lohnt sich der Aufwand vorher zu Hause.

Jedes Jahr am dritten Oktober Wochenende. Also diesmal vom 15. bis zum 17. Oktober 2021.

Jota

Es gibt etwa 70.000 Funkamateure in Deutschland, über 2 Millionen weltweit.

  1. Option: Im Stamm! Nicht selten findet man unter den Eltern, Onkels und Tanten unserer Pfadfinder*innen einen Funkamateur. Also: Wer hat jemand in der Verwandtschaft mit einer großen Antenne auf dem Dach oder im Garten…?
  2. Option: Unser Kontaktformular. Schreibt uns einfach kurz, wo und für welchen Zeitraum ihr jemanden sucht. Wir versuchen dann euch jemanden zu vermitteln.

Ein Amateurfunkrufzeichen besteht normalerweise aus drei bis sechs Zeichen, z.B. DP9S, DO1DAV oder DL0AVH. Alle deutschen Amateurfunkrufzeichen beginnen mit einem D und an der zweiten Stelle einen weiteren Buchstaben von A bis R.

Das erste oder die ersten zwei Zeichen eines Rufzeichens stellen den Landeskenner dar. Man kann also erkennen, aus welchem Land ein Funkamateur gerade funkt.

Die Landeskenner bestehen aus ein oder zwei Zeichen: entweder einem Buchstaben oder zwei Buchstaben (DL) oder einer Ziffer und einem Buchstaben (z.B. 3A) oder einem Buchstaben und einer Ziffer (z.B. D2, Z3). Die auf den Landeskenner immer folgende Ziffer ist meistens ohne Bedeutung, jedoch ist sie in einigen Ländern eine Kennzeichnung der Region oder der Lizenzklasse. Bei Landeskennern, die an der zweiten Stelle eine Ziffer haben, wird trotzdem eine weitere Ziffer angehängt, so dass eine zweistellige Zahl dabei herauskommt, zum Beispiel S51AA.

DMR ist eine spezielle Form von Sprechfunk und ist die Abkürzung für Digital Mobile Radio. Dabei werden deine Signale digital zu einem DMR-Relais übermittelt. Von da aus werden sie über das Internet weltweit zu anderen DMR-Relais übermittelt und dort ausgesendet.

Damit viele Leute gleichzeitig Funken können und sich nicht gegenseitig stören, wird der DMR-Betrieb in Talkgroups organisiert. Das heißt dass alle, die mit einander sprechen wollen, in der gleichen Gruppe sich befinden müssen. Als Aufrufkanal der Pfadfinder wird die Talkgroup 907 (TG907) verwendet. Daneben gibt es weitere Talkgroups, die ihr auf dieser Seite der Schweizer findet.

Der große Vorteil von dieser Technik ist, dass Ihr mit ganz wenig aufwand europa- und sogar weltweit mit andern Pfadfindern sprechen könnt. Ihr braucht nur ein DMR-Funkgerät (ein kleines Handfunkgerät mit eingebauter Antenne reicht oft schon), eine Funklizenz (oder einen Funkamateur der Euch eine Ausbildungslizenz zur Verfügung stellt ) und in der Nähe ein DMR-Relais, zu dem sich Euer Funkgerät verbinden kann. Und schon geht es los.

Auf jeden Fall einen Funkamateur! Ohne diesen ist die Teilnahme am Amateurfunk in Deutschland nicht erlaubt. Er kann euch sicherlich auch bei der Organisation von allem weiteren Material (Funkgerät, Antennen etc.) helfen.

Die einfachste Möglichkeit ist, dass man einen Funkamateur zu Hause besucht, wenn dieser eine Kurzwellen-Funkstation samt Antennen aufgebaut hat. Da kann man natürlich nicht mit dem halben Stamm erscheinen, sondern eher nur zu zweit oder zu dritt. Und man sollte sich dann auch eher auf zwei bis drei Stunden, bevorzugt am Samstagnachmittag oder Sonntagvormittag, beschränken.

Manche Ortsverbände haben ein Clubheim mit einer sogenannten Clubstation. Auch hier sind die Antennen meist fest installiert, und der Aufwand ist somit gering. Je nach Größe des Clubheims können hier schon ein paar mehr Pfadfinder*innen teilnehmen, aber trotzdem nicht mehr als etwa sieben. Denn sonst müsst ihr all die noch beschäftigen, die nicht gerade am Funkgerät mithören.

Wenn ihr von eurem Jugendheim oder ähnlichem aus am Jota teilnehmen wollt, braucht ihr Platz für ein Funkgerät und ggf. Antennen. Bei Antennen gilt: Je höher desto besser.  Balkone oder hohe Bäume können sehr hilfreich beim Aufbauen von Antennen sein. Wenn nichts vorhanden ist, kann man aber auch einen Mast aufbauen. Denkt daran, dass er abgespannt werden muss, das sollte für Pfadfinder ja wohl kein Problem sein.

Viele Antennen bestehen daneben aber auch aus sehr langen Drähten, gerne 10, 20m lang oder länger. Auch diese wollen irgendwo untergebracht sein. Eine große, nicht öffentliche, frei Fläche, ist dabei viel hilfreicher als eine enge Reihenhaussiedlung ohne Hinterhof oder Garten.